Familienwappen Janik - Friseur Janik

Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (c)
Haare & Mehr
Altenhöfener Straße 116
44623 Herne | Tel: 40 112
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Familienwappen Janik

Persönliches > Familienforschung > Familie Janik

und der Familienname Janik


Janik

aus Langendorf, Kreis Ratibor/Oberschlesien

(Ältester bekannter Vorfahr im Mannesstamm: [z. Zt. der Wappenstiftung]
Thomas Janik * Langendorf vor 1730, + ebenda nach 1789.

Unter goldenem Schildhaupt, darin drei rotbewehrte und -gezungte blaue Adlerköpfe nebeneinander,
in Grün ein widersehendes, golden-nimbiertes goldenes Lamm, ein silbernes Kreuz schulternd, begleitet von fünf (2, 2, 1) goldenen Sternen.
Auf dem grün-goldenen bewulsteten Helm mit grün-goldenen Decken
ein wachsender, golden-nimbierter Heiliger mit grüner Lilie auf der Brust, in der rechten Hand ein grünes Kreuz haltend, die Linke in die Hüfte gestützt.

Neu angenommen am 11.08.1991 vom Antragsteller Andreas Janik, Friseurmeister in Herne, für sich
und die übrigen Nachkommen im Mannesstamm seines Stammvaters Thomas Janik,
soweit und solange sie noch den Familiennamen des Wappenstifters führen.

Eingetragen in die DEUTSCHE WAPPENROLLE
am 20. September 1991 unter 9392/91


Der Entwurf stammt vom Antragsteller Andreas Janik, Herr Kurt Schweder (1924-2003) war für die vorzügliche grafische Ausarbeitung der Blasonierung verantwortlich. Es war einer seiner letzten Entwürfe.

Nachfolgend ein Link zu seiner Würdigung:http://www.herold-heraldiker.de/halloffame/schweder.htm
--------------------------------------------------------------------------------

Janik ist mährisch und bedeutet "kleiner Johannes" bzw. "Hänschen". siehe rechts unten:
Der Heilige ist Johannes der Täufer. Es ist nicht nur der Namenspatron meiner Familie sondern auch der Pfarrpatron der Oberschlesischen Metropolitahnkirche zu Breslau und der Hultschiner Pfarrgemeinde.
Das Wappen wurde von mir unter folgenden Gesichtspunkten entworfen worden:
Als Redendes Wappen: der Namen Janik = Johannes = Johannes Baptist = Agnus Dei (Lamm Gottes) und als Helmzier der Namenspatron selbst. 

  • Regionale Herkunft: Hultschiner Ländchen = Tinktur, Hultschin = s.o.

  • Überregionales Herkunft: Oberschlesien = der OS Adler in gewechselter Tinktur und nur als Adlerhaupt eingesetzt.

  • Zuwanderung ins Ruhrgebiet: drei Adlerköpfe als die drei Generationen nach dem Zuzug.


Es ist u. a. aus wesentlichen Teilen des Hultschiner Stadtwappen zusammengesetzt:

Der Farben Grün und Gold, fünf goldenen Sternen der Lilie an der Helmfigur.

--------------------------------------------------------------------------------
Zur ausdrücklichen Beachtung:

Beachten Sie bitte, dass das Urheberrecht für die hier veröffentlichen Texte bei mir liegt.

Sie dürfen also die Inhalte dieser Website nicht für kommerzielle Zwecke ohne meine ausdrückliche Einwilligung reproduzieren und/oder verkaufen. Für wissenschaftliche Zwecke und für Studienzwecke ist es erlaubt, die Website und Teile davon zu zitieren. Sie müssen dann jedoch URL und Autor angeben. Vervielfältigungen in größerem Umfang bedürfen auch dann meiner Einwilligung, wenn sie wissenschaftlichen Zwecken dienen. Dagegen dürfen Sie Kopien der Site für private Zwecke - zum Beispiel zur Datensicherung oder zum Offline-Lesen - jederzeit ohne besondere Genehmigung anfertigen. Die übrigen Bestimmungen des jeweils geltenden Urheberrechtes bleiben unberührt.


Kurioses aus der Familiengeschichte:

Von Tante Hedwig ist bekannt, das sie ihre Abstammung leugnete, bzw. nicht mehr wußte (was ich ihr nicht glaube) wer ihre Vorfahren waren. So fing sie Mitte der zwanziger Jahre an, ihren Familiennamen mit 'ck' statt richtiger mit 'k' zu schreiben. Dieses sollte MEHR Deutsch klingen. Anderseits gab es in Gelsenkirchen einen Bauunternehmer Janick der - in ihrem Sinne - etwas bedeutender war. Dieser Zusammenhang läßt die Allüren, welche sie Zeit ihres Lebens hatte, deutlich hervotreten.

Sie ging sogar soweit, das sie ihren eigenen Vater, unseren Gelsenkirchener Stammvater Johannes als 'Janick' in der Todesanzeige - in der Gelsenkirchener Zeitung - setzte.

Wie auch immer es gewesen seien kann, wahrscheinlich ist die Erste die Richtige, beerdigt wurde sie von den Verwandten jedoch unter ihrem richtigen Namen Hedwig Janik. Wen sie nur gewusst hätte, dass wir ursprünglich Janosch geheißen hatten! Oh je!!


--------------------------------------------------------------------------------

[1] Naumann, Horst, Familiennamenbuch, Leipzig 1987 S. 154.
[2] Zimmermann, Peter, Die Entwicklung der Vornamen im Kuhländchen zwischen 1280 und 1750 in: Alte Heimat - Kuhländchen, 11.1987, S.411
[3] Schwarz, Ernst, Sudetendeutsche Familiennamen aus Vorhussitischer Zeit, in: Ostmitteleuropa in Vergangenheit und Gegenwart, Band 3, Köln 1957, UBB >IDB 1423<, S.152.
[4] Linnartz, Dr. Kaspar, Unsere Familiennamen, Band II. Aus deutschen und fremden Vornamen im ABC erklärt, Bonn(3)1958, UBB >IEA 2088-2<, S.200.
[5] Linnartz, Dr. K., a.a.O.
[6] Marschall, W., Alte Kirchenpatrozien des Archidiakonates Breslau, [...] Köln 1966, S.131
[7] Tukay, Heinrich, Die Kirchenpatrozien im mittelalterlichen Archidiakonat Oppeln - Ein Beitrag zur schlesischen Kirchengeschichte, Dissertation, Münster 1975.
[8] Linnartz, Dr. K., a.a.O.
[9] Linnartz, Dr. K., a.a.O.
[10] Gottschald, Max, Deutsche Namenskunde, Berlin 1954(3), UBB >IEB 1079<, S.353
[11] Weber, Hans Hugo, In einem Brief vom 9.7.1991 an den Autor
[12] Schwarz, Ernst, a.a.O.
[13] Zimmermann, Peter, a.a.O., S.413

Familienwappen Janik

praeibis ante Dominum paráre vias ejus

Du wirst einhergehen vor dem Herrn
und Ihm die Wege bereiten.

nach der Graduale am Hoch- und Namensfest der Geburt des hl. Johannes des Täufers


Der Familienname JANIK - Namenserklärung

Der Familienname (FN) Janik gehört zu den nicht seltenen Namen im slawischen und deutschen Sprachraum. So gibt es ihn allein in der Bundesrepu­blik Deutschland von der Küste bis zu den Alpen, vom Rhein bis zur Oder. (siehe Namenshäufung links.)

Durch Auswanderung, Übersiedlung und Vertreibung wurde der Familienname Janik in die ganze Welt getragen, was Aufzeichnungen in diversen Ländern - von Amerika (USA) bis Australien bezeugen.

Zum ersten mal taucht jedoch der Familienname 1204 als 'Janek' in Polen auf. Er kann als Herkunftsname des Ortsnamen JANICK oder als Kosenamensforn (s.u.) zum Familienname JANIK geführt haben.[1]

"1. Im 12. Jahrhundert beginnt die Rufnamenvielfalt zu schrumpfen, die Träger gleichen Namens nehmen zu. [...] So entstehen in Böhmen und Mähren [und den angrenzenden Gebieten] die Familiennamen; sie kamen durch eine Modewelle über Frankreich zu uns. Die Mode läßt sich nicht nur räumlich und zeitlich bestimmen, sondern auch sozial. Denn zuerst nehmen Adelige Familiennamen an, danach Großbürger und Edelleute, zuletzt, am Ende des 16. Jahrhunderts auch die Bauern und Dienstleute. Die neuen Familiennamen, die nicht unbedingt vererbt wurden, waren zum Teil Übernamen [...] und ehemalige Rufnamen [...]. Erst danach folgen Berufs und Herkunftsnamen. Manchmal kam es zu Tautologien, z.B. Lorenz Wawra; was nicht anderes als die deutsche Schreibweise des tschechischen Vavrinec (=Laurenz) bedeutet. 2. Während die deutschen Rufnamen seltener werden, steigt der Anteil der Heiligennamen. Da aber immer nur bestimmte Heilige "aktuell" sind, wird dadurch die frühere Vielfalt nicht wieder hergestellt. [...] Die Heiligennamen waren ein beliebtes Spielfeld für "Eindeutschungen", Verkleinerungen etc.; so wurde aus Johannes Hans oder Janel [Janik s.u.], [...] etc.. Deutsche und tschechische Bewohner lebten friedlich miteinander, schlossen Ehen und paßten ihre Namen den jeweiligen Modeströungen an. Deutsche Schreiber hängten kleinen oder jungen Personen ein -el an, tschechische taten es mit -us, -es, ek [ik] etc.[2]

Ernst Schwarz vertritt die These, das der Name Jahnel als ursprünglicher Name für Janik ausreichend erklärt wurde: 1387 tritt in Kolin ein Waczlab Jenel auf um 1483 heißt es in Falkenau Johann Kolb genannt Janel. Dieser ist ebenfalls ein Kosename für Johannes und "kann im Einzelfalle tschech. Janik, Janek, Jenik eindeutschen."[3]

"Der Name baut sich aus den beiden Silben Jan und ik auf.

Jan ist die ist eine der Kurzformen des Rufnamens JOHANNES, der wiederum als beliebter Name in der Zeit der Christlichen Mission an Täuflinge gebeben wurde. Jan findet sich im Niederländischen, im niederdeutschem und auch in polnischen.[4]

Er entspricht dem hebräischen JOHOCHANAN, "Gott ist gnädig". Phönikisch auch Hannibal[5]. Entweder als Johannes dem Täufer (Baptist) oder Johannes des Evangelisten zugehörig.

Unser Familienname könnte Johannes dem Täufer zu danken sein. Dieses erscheint einleuchtend zu sein, wenn wir bedenken, dass die Hauptkirche Hultschins (siehe dort) eben diesem Heiligen geweiht ist.

"Die Überragende Persönlichkeit Johannes des Täufers war zu allen Zeiten durch die vier Evangelien bekannt; das Johannesfest ist schon im 4. Jahrhundert bezeugt. Der Johanneskult wurde im 4./5. Jahrhundert durch die Auffindung seiner Reliquien verstärkt. Ein Bildnis aus dem 6. Jahrhundert, das ihn zwischen den Aposteln stehend darstellt, befindet sich zu Ravenna. Verständlicherweise wurden die meisten Taufkirchen dem hl. Täufer geweiht. Zur Verbreitung des Johannes-Patrozinium im Abendlande hat sehr viel der 1050 in Jerusalem gegründete Ritterorden der Johanniter beigetragen. Das älteste Johannes-Patrozinium Schlesiens ist das der Diözese Breslau und des Breslauer Domes, das nach Marschall[6] wohl von Magdeburg gekommen ist. Viele Gotteshäuser [dieses] Bistums haben ihr Patrozinium unter dem Einfluß der Breslauer Kathedrale und des Bistumsspatrons erhalten."[7]

Insgesamt gibt es über 302 Familiennamen die sich direkt oder indirekt auf Johannes beziehen, und ca. 30 Millionen Menschen tragen einen Nachnamen der sich auf Johannes bezieht.[8]

Als Beispiel soll folgende Zusammenstellung dienen: Johannes, -meyer, sohn, Joann-es, i, Joans, Johann, -s(mann), en, essen, zen, son, ides, emann, meier, peter u.s.w.

Der Slawischen, -ostdeutschen[9]- Form entsprechene Jan- (a)k, ar, Jenc, Jes- ek, ka, polnisch: Jas(k), Jas, Jach, Jaszek, russisch Iwan, tschechisch: Van-ek, ka, icek, da: Iwan, Iwanitz, Iban, Jan-k(e), ik, ick, eck, usch(ke), etc. "[10]

Das -ik ist eine slawische Verkleinerungssilbe.

Somit bedeutet der Name Janik: Johannes-chen, Johannchen, kleiner Johannes, kurzerhand: Hänschen.[11]

In Tschechien und der Slowakischen Republik tritt dieser Familienname häufig als Kosenamen bei kleinen Jungen auf, die natürlich mit vollem Vornamen Johannes heißen.

Nach den Forschungen (1993) hieß unsere Familie ursprünglich JANUSCH oder JANOSS.

Der Name Janusch wurde erstmalig 1378 als Elbil Jenusch in den Iglauer Stadtbüchern (2,4) erwähnt. "Zu Jan Johannes bildet das Tschech[ische] die Koseform Janus."[12] Aber auch Janek, Janik und Janicek.[13]

Welchen Schluss können wir aus dem eben gelesenen auf die Abstammung unseres Familiennamens ziehen.

Folgendes ist denkbar:

Als im schlesischen Hultschiner Ländchen, wie im benachbarten mährischen Kuhländchen, sich die Nachnamen bildeten, wurde der - oder ein - Sohn unserer ungenannten Ahnen auf dem Namen Johannes bzw. Jan getauft.

Da er wohl von Gestalt klein gewesen seinen konnte - oder als Kind eben noch klein war -, wurde er mit Kosemenamen 'Janusch' bzw. 'Janik' gerufen.

Dieses Übertrug sich auf sein ganzes Leben, da seine bäuerliche Umgebung ihn nur so kannte. Seine Söhne erhielten ebenfalls diesen Namen, auch dann wenn sie einen anderen Vornamen trugen.

Interessant ist, daß die Änderung des Namens Janusch in Janik gerade in die Zeit hineinfällt, während die Armeen Preußens Oberschlesien für ihren König Friedrich II. eroberten.(1740-1763 und siehe Geschichte Schlesiens)

Noch im Jahre 1713 heiratete Simon Janusch seine Frau Helena unter seinem alten Namen in Hutschin.

Auch ihre Kinder wurden alle als Janusch ins Taufregister eingetragen. 1713 Matthaeus, 1716 Marina, 1718 Anna und 1721 Thomas.

Nun denke ich mir, daß dieser Thomas Janik auch einen zweiten Vornamen trug, welcher für ihn und seiner ganzen Familie prägend werden sollte. Ich tippe dabei nicht ohne Grund auf Johannes.

Nun, als 'kleiner Johannes' wurde er Janik gerufen und war auch unter diesem Namen bekannt.

Nach zwei Schlesischen Kriegen, der dritte 'siebenjährige' stand noch bevor, heiratete 1750 Johannes Thomas seine Ehefrau und wurde nicht mehr als Janusch eingetragen, sondern in der - allen Nachbarn und der deutschsprachigen preußischen Verwaltung - bekannten Form als Thomas Janik.

Damit hatten wir im unseren Namen, und unseren Namenspatronen Johannes/Täufer, endgültig bekommen.

Auf diese Weise haben wir Janik am 24.Juni eines jeden Jahres Nach-Namenstag.

Friseur Janik - Haare & Mehr
Andreas Janik - Friseurmeister
Altenhöfener Straße 116
44623 Herne

+0 23 23  40 112
+0 178 55 79 226
est. 1958
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü